Team-Entwicklung 2.0

Zugegeben: Ein Baustein im Curriculum „Systemische Organisations-Entwicklung und Change-Management“ am ISB in Wiesloch ist immer besonders inspirierend und in vielerlei Hinsicht bereichernd. Wenn dieser Baustein mit dem Titel „Team- und Bereichsentwicklung: Gruppenprozesse und -dynamiken“ aber aufgrund terminlicher Verwerfungen bei der ursprünglich eingeplanten Lehrtrainerin von Dr. Bernd Schmid persönlich begleitet wird, erfährt der systemische Ansatz einen kräftigen Schub Lebendigkeit. Und was da so alles lebendig war, möchte ich kurz skizzieren:

Kultur schafft Kultur! Diese ISB-Kernaussage trifft besonders auf den Bereich der Teamentwicklung zu. Denn wer Teams „entwickeln“ will, will Individuen entwickeln, die sich als Teil einer Verantwortungsgemeinschaft aktiv an der Kulturgestaltung in Organisationen beteiligen. (Organisations-)Kultur macht sich quasi von selbst. Dabei wird schnell klar: Teamentwicklung ist Kulturentwicklung! Dabei kommt der vertikalen Teamentwicklung zunehmend eine wichtige Bedeutung zu. Sie ist – historisch betrachtet – die derzeit aktuelle Evolutionsstufe. Insofern ist die Steuerung und Ausgestaltung vertikaler Führungsbeziehungen eine wichtige Aufgabe systemischer Organisationsentwicklungs-Prozesse.

Grundlage bilden die Ordnungsprinzipien in Teams, wie sie am ISB gelehrt werden:

  • Vorrang des Früheren vor dem Späteren
  • Der Ausgleich von Geben und Nehmen
  • Kompetenz-Vorrang
  • Vorrang des höheren Einsatzes für das Ganze
  • Was ist, muss sein dürfen: Würdigung
  • Das Recht auf Zugehörigkeit

Zu den einzelnen systemerhaltenden seelischen Prinzipien werde ich demnächst meine Gedanken bloggen.

Der Anfang ist gemacht

Zugegeben – die Entscheidung, diesen Blog ins Leben zu rufen, ist keine 48 Stunden alt. Doch dank Jan Lauer, einem wirklich schnellen und flexiblen WordPress-Fachmann, sehen Sie, was Sie sehen. Zunächst einmal noch keinen Artikel, sondern nur eine Absichtserklärung, der ich ganz sicher Taten folgen lassen werde.

Vielleicht ein erster Vorgeschmack auf das, was künftig hier verhandelt werden soll: Führung und Management leiden zunehmend unter einer veritablen Orientierungslosigkeit. Entscheidungen sind (meist) Controlling-getrieben, Hierarchien sind zementiert und Partizipation gehört nur in Ausnahmefällen auf die Tagesordnung.

Dabei bietet die systemische Organisationsentwicklung gerade in komplexen Veränderungsprozessen nützliche Methoden und Werkzeuge, die das Gestalten von Veränderung zu einem Gewinn für alle Beteiligten macht. Und genau darum wird es in diesem Blog gehen. Um das Gestalten von Veränderung im Kontext der Unternehmenskultur.

Einen guten Start in die Arbeitswoche…!